Genderperspektive in der Kinder- und Jugendpolitik

Mädchen oder Junge? Diese Frage wird Eltern häufig gestellt, wenn ihr Kind keine blauen oder rosafarbenen Kleider trägt. Das Bedürfnis, (sich) nach Geschlecht einzuordnen, ist gross. Die Geschlechtsidentität wird ab einem sehr jungen Alter in einem mit hartnäckigen Stereotypen behafteten Umfeld geprägt. Das führt zu Ungleichbehandlungen und hindert sowohl junge Frauen als auch junge Männer an der vollen Entfaltung ihres Potenzials.

Die EKKJ hat die Genderperspektive in der Kinder- und Jugendpolitik als eines der Schwerpunktthemen für die Legislatur 2020–2023 gewählt. Die EKKJ befasst sich damit, wie die an Kinder und Jugendliche gerichtete Politik die Genderperspektive berücksichtigt; sie will mehr über Projekte und Programme erfahren, die Gender-Stereotypen bekämpfen, und diese bekanntmachen. Bei ihren Arbeiten legt die EKKJ den Fokus auf Kinder zwischen 0 und 4 Jahren im Kontext von Kindertagesstätten sowie auf Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren im Rahmen von ausserschulischen Jugendaktivitäten und im öffentlichen Raum.

Den Auftakt der Arbeiten der EKKJ bildet ein Mandat an den Verein SEM (SEM-association). Der Verein wurde damit beauftragt, für die genannten Altersgruppen eine erste Übersicht über Forschungen und Projekte zur Genderperspektive zu erstellen.