Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ https://ekkj.admin.ch Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ ist eine ständige ausserparlamentarische Kommission mit 20 Mitgliedern. Sie beobachtet die Situation der jungen Generation in der Schweiz und schlägt bei Bedarf Massnahmen vor. Sie begutachtet kinder- und jugendpolitisch wichtige Bundesgesetze und Verordnungen vor ihrem Erlass und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Anliegen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. de-DE TYPO3 News Sat, 22 Feb 2020 00:22:20 +0100 Sat, 22 Feb 2020 00:22:20 +0100 TYPO3 EXT:news news-289 Fri, 29 Nov 2019 10:00:00 +0100 Das Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt – Die EKKJ sieht dringenden Handlungsbedarf /medieninformation/medienmitteilungen/detail/das-recht-auf-eine-erziehung-ohne-gewalt-die-ekkj-sieht-dringenden-handlungsbedarf/ Gewalt ist als Erziehungsmittel in der Schweiz auch heute noch verbreitet. Das bestätigen die Ergebnisse neuerer Studien. Auch wenn physische Gewalt weniger oft vorkommt als vor 25 Jahren, sind wie schon damals die jüngsten Kinder am meisten davon betroffen. Zudem geben 2/3 der befragten Eltern an, psychische Gewalt anzuwenden. Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ bezieht in einem Positionspapier Stellung, formuliert ihre Forderungen und ruft Behörden und Politik zum Handeln auf. Aktueller Anlass ist der Beginn des Verfahrens, in dem die Schweiz dem UN-Kinderrechtsausschuss Bericht erstattet über ihre Fortschritte in der Umsetzung der Kinderrechtskonvention.  

Zum Vorkommen von Gewalt an Kindern in der Familie gab es in der Schweiz lange Zeit nur wenige wissenschaftliche Studien. Eine grobe Annäherung erlaubten bisher Informationen aus den offiziellen Statistiken: Die polizeiliche Kriminalstatistik, die Auskunft zu strafrechtlich geahndeten Taten an Kindern geben, die Opferhilfestatistik und die Statistik der Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz KOKES über die Anzahl getroffener Kindesschutzmassnahmen. Etwas aufschlussreicher sind die jährlichen Statistiken der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie – Fachgruppe Kindesschutz der Schweizerischen Kinderkliniken. Alle diese Statistiken erfassen jedoch nur Fälle, in denen Gewalt ausgeübt wurde, die schwere Folgen für das Kind hatten und/oder ein Handeln der Behörden erforderlich machte.

 

Drei neuere Studien, die die EKKJ als Grundlage für ihr Positionspapier analysiert hat, zeichnen nun ein präziseres Bild sowohl bezüglich Vorkommen wie auch Formen von Gewalt in der Erziehung. Sie geben Hinweise auf den Kontext, in dem Eltern gegenüber ihren Kindern Gewalt anwenden.

 

Gewalt in der Erziehung kommt immer noch häufig vor

Ein Forschungsbericht von 2017 basierend auf einer Elternbefragung der Universität Freiburg zeigt: Im Vergleich zu 1990 hat sich der Anteil Eltern, die berichten häufig oder regelmässig Gewalt in der Erziehung anzuwenden, stark verringert. Dennoch geben rund die Hälfte der befragten Eltern an, körperliche Gewalt in der Erziehung anzuwenden. Während dies mehrheitlich nur selten vorkommt, gibt es eine Gruppe von Eltern (je nach Art der Befragung 6%-11%), die häufig und regelmässig physische Gewalt anwendet. Diese Gruppe ist anteilmässig über die Jahre konstant geblieben. Auch psychische Formen von Gewalt kommen häufig vor. Zwei Drittel der Eltern geben an, psychische Gewalt anzuwenden, jeder vierte Elternteil tut dies sogar regelmässig. Aus der Elternbefragung geht weiter hervor, dass körperliche Gewalt besonders häufig bei kleinen Kindern zwischen 0 und 6 Jahren vorkommt: Jedes 11. Kind dieser Altersgruppe ist davon betroffen.

 

Was als Gewalt gilt, ist nicht für alle Eltern klar

Die meisten Eltern wenden Gewalt aus einer Überforderung heraus an, nur wenige Eltern tun es systematisch. Viele geben an, unter Stress gehandelt zu haben und dass sie sich danach schlecht gefühlt hätten. Heute bekennen sich viel weniger Eltern als bei früheren Befragungen dazu, Gewalt bewusst als Erziehungsmittel anzuwenden. Auch sind sich die meisten Eltern im Klaren, dass schwere Formen von Gewalt verboten sind. Was genau als Gewalt gilt, wird von Eltern jedoch laut Befragung unterschiedlich bewertet. Entsprechend werden auch die Folgen von Gewalt unterschiedlich wahrgenommen. Jeder vierte Elternteil nimmt an, dass Schläge auf den Hintern und Ohrfeigen als Ausnahme erlaubt sind. Die Aussage „Ein Klaps schadet noch nicht.“ findet entsprechend Zustimmung. Psychische Gewalt wird oft nicht als solche wahrgenommen, von Vätern öfter als von Müttern. Dies gilt insbesondere für passive Formen von Gewalt, wie das Ignorieren eines Kindes über längere Zeit oder Gesprächsverweigerung.

 

Das Hilfssystem greift zu spät und ist regional sehr unterschiedlich

Obwohl ganz junge Kinder besonders von Gewalt betroffen sind, kommen Kinder erst relativ spät mit einer Kindesschutzinstitution in Kontakt. So liegt das Durchschnittsalter bei Kindern, die von physischer Gewalt betroffen sind, bei 10.4 Jahren, wenn sie bei einer Institution gemeldet werden. Viele der betroffenen Kinder und Eltern erhalten keine Unterstützung oder erst spät.

 

Bezüglich der Interventions- und Hilfsangebote kommt die Optimus 3 Studie zum Schluss, dass die Schweiz zwar über ein gut ausgebautes Netz an Hilfsangeboten verfügt, gewaltbetroffene Kinder aber nicht überall den gleichen Schutz erhalten und regionale Unterschiede in der Versorgung gross sind.

 

Das nicht ganz abgeschaffte Züchtigungsrecht

Die EKKJ stellt fest, dass in der Rechtsprechung Überreste des Begriffs des «Züchtigungsrechts» weiterbestehen. Obschon dieser 1978 aus dem Zivilgesetzbuch gestrichen wurde, bezieht sich das Bundesgericht weiterhin darauf, insbesondere bei Fällen in denen Artikel 219 des Strafgesetzbuches StGB, Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht, zur Anwendung kommt. So auch in einem Urteil von 2018. Das Bundesgericht unterhält in seiner Rechtsprechung damit eine Unschärfe in Bezug auf die gemäss StGB verbotenen Handlungen und gibt zu verstehen, dass Züchtigung innerhalb unklar definierter Grenzen weiterhin zulässig sei. Initiativen im Hinblick auf eine Festschreibung des Rechts auf eine gewaltlose Erziehung sind bisher alle gescheitert.

 

Es ist Zeit zu handeln: Empfehlungen der EKKJ

Die Befunde der EKKJ bestätigen diejenigen, die von Akteuren aus der Zivilgesellschaft und von Fachpersonen immer wieder vorgebracht werden. Die Kommission möchte die diversen Aufrufe, das Thema der Gewalt in der Erziehung zügig und konsequent anzugehen, mit Nachdruck unterstützen. Bund und Kantone sollen ihre Bemühungen in diesem Bereich verstärken und sich nicht davor scheuen, klar Farbe zu bekennen. Das Recht jedes Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung soll in der Schweiz endlich unmissverständlich gewährleistet sein und konkrete Massnahmen getroffen werden:

  • Gesetzesänderung: Ergänzung des ZGB mit einer Bestimmung, die das Recht des Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung formell verankert und die Abschaffung des Züchtigungsrechts eindeutig bestätigt.
  • Prävention: Information der Eltern über die verschiedenen Formen von Gewalt in der Erziehung sowie über die alltäglichen Situationen, die dazu führen können, und die Folgen von Gewalt auf die gesunde Entwicklung des Kindes; Information über alternative Handlungsweisen und über Hilfsangebote; Information der Kinder über ihr Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt; bei allen Massnahmen, besonderes Augenmerk auf Kleinkinder.
  • Schulung der Fachpersonen im Bereich Kinder und Familie, um Fälle von Gewalt und Situationen, die dazu führen können, frühzeitig zu erkennen.
  • Beratungs- und Hilfsangebote: Bedürfnisanalyse und koordinierte Bereitstellung von Angeboten für Eltern und Kinder sowie Verbesserung des Zugangs zu diesen, insbesondere über eine bessere Information.
  • Monitoringmassnahmen: Einrichtung von Instrumenten und Verfahren zur Datenerhebung, um ein statistisches Monitoring der Fälle von Kindeswohlgefährdung zu ermöglichen und Lücken im Versorgungssystem zu erkennen und zu beheben.
  • Vollständige Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes: rasche Umsetzung der vom Bundesrat in seinem Bericht vom 19. Dezember 2018 vorgeschlagenen Massnahmen.

 

Für Fragen zum Positionspapier: Flavia Frei, Vizepräsidentin der EKKJ
Kontakt: Sekretariat EKKJ, ekkj-cfej(at)bsv.admin.ch, Tel. 058 462 92 26, www.ekkj.ch

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news-287 Mon, 25 Nov 2019 11:21:41 +0100 EKKJ-Stellungnahme zur Pa. IV. «Chancengerechtigkeit vor dem Kindergartenalter» /publikationen/stellungnahmen/ Die EKKJ begrüsst den Vorentwurf zur Änderung des KJFG sowie den Vorentwurf zum Bundesbeschluss über Finanzhilfen für kantonale Programme zur Weiterentwicklung der Politik der frühen Kindheit in der Schweiz. news-284 Mon, 26 Aug 2019 10:00:00 +0200 «Always on»: Jugendliche sind reflektierter als Erwachsene! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/always-on-jugendliche-sind-reflektierter-als-erwachsene/ Junge Menschen denken mehr über ihre Internetnutzung nach als Erwachsene. Sie erleben das permanente Online-Sein vorwiegend positiv, sind sich aber auch bewusst, dass es Regeln und Grenzen braucht. Die von der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) heute veröffentlichte Broschüre «Always on. Wie erleben Jugendliche das ständige Online-Sein?» präsentiert die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage bei 1001 Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren.  

Digitale Medien haben bei Jugendlichen einen hohen Stellenwert und werden intensiv und vielfältig genutzt. In ihrer Freizeit sind die 16- bis 25-Jährigen durchschnittlich vier Stunden am Tag online, im Vergleich zu zweieinhalb Stunden bei den 40- bis 55-Jährigen. Instant Messaging, soziale Medien,
E-Mail und Videoportale werden rege verwendet. Die Jugendlichen schätzen es vor allem, mit anderen Personen in Kontakt zu stehen, Informationen für Schule und Beruf zu suchen oder einfach Spass zu haben.

 

In der virtuellen Welt nicht verloren, aber Vorsicht vor Stress

«Die Studie zeigt, dass junge Menschen an ihren Displays nicht schutzlos und verloren sind, sondern dass sie insgesamt mehr über ihre Internetnutzung nachdenken als Erwachsene. Sie machen sich viele Gedanken über die Folgen des ständigen Online-Seins», erklärte Sami Kanaan, Präsident der EKKJ. «Die Hälfte der Jugendlichen findet «Always on» positiv. Ambivalenter sieht es die andere Hälfte: Zwar sehen sie die positiven Aspekte, betonen aber auch den Stressfaktor. So fühlt sich beispielsweise jeder dritte Jugendliche durch Anwendungen, die den regelmässigen Gebrauch belohnen unter Druck gesetzt und jeder Vierte wird nervös, wenn er für einige Zeit nicht online ist», präzisiert Sami Kanaan.

 

Fast alle Jugendlichen haben Tipps&Tricks zur Selbstregulierung

Die Umfrage ergab, dass 95 % der Jugendlichen mindestens eine Strategie verfolgen, um die vielen Online-Benachrichtigungen zu bewältigen: «Ich bin mir bewusst, dass ich Nachrichten nicht sofort beantworten muss, bei dringenden Fragen kann man mich ja anrufen », «Ich benutze Apps, die die Zeit begrenzen, die ich vor dem Bildschirm verbringe», «Ich deaktiviere überall die Benachrichtigungs-funktion». Zwei von fünf Jugendlichen legen Regeln fest, wann und wie lange sie online sind: Jugendliche (16–20 Jahre) setzen vermehrt auf Selbstregulierung und sind häufiger offline als junge Erwachsene (21–25 Jahre).

 

Vielnutzende setzen sich mehr mit ihrem Online-Umgang auseinander

Im Fokus der Studie standen auch die 10 % der Jugendlichen, die im Vergleich zu Gleichaltrigen intensiver online sind (durchschnittlich 5,4 Stunden pro Tag). Die Studie verdeutlicht, dass diese Gruppe von Jugendlichen die negativen und positiven Auswirkungen des dauerhaften Online-Seins stärker in Frage stellt. Sie setzen sich mehr Regeln, haben aber Entzugssymptome, wenn sie nicht online sind.  

 

«Junge Menschen machen sich viele Gedanken und haben viel Erfahrung bezüglich «Always on». Es geht nicht darum, die Herausforderungen einer intensiven Online-Nutzung herunterzuspielen, sondern aufzuzeigen, wie wichtig und gewinnbringend es ist, junge Menschen in die Diskussion oder bei Entscheiden über entsprechende Thematiken einzubeziehen. Sie bringen eine wertvolle Expertise ein, welche den Erwachsenen andere Sichtweisen eröffnet», sagt Sami Kanaan.

 

«Always on»: Informationen zur Umfrage

Im Auftrag der EKKJ führte die Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit Unterstützung von M.I.S. Trend eine repräsentative Umfrage bei 1001 Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren sowie einer Vergleichsgruppe von 390 Personen im Alter von 40 bis 55 Jahren durch. Die Fragen bezogen sich auf die Art und Dauer der Online-Aktivitäten, die Bedeutung, die ihnen beigemessen wird, sowie die Regulierungsstrategien, die für den Umgang mit dem ständigen Online-Sein gefunden wurden.

Die wichtigsten Ergebnisse werden in der Broschüre «Always on. Wie erleben Jugendliche das ständige Online-Sein?» vorgestellt. Erhältlich in Deutsch, Französisch und Italienisch. Kostenlos zu bestellen unter www.bundespublikationen.admin.ch oder abrufbar auf der EKKJ-Website unter: www.ekkj.ch. Ein ausführlicher Forschungsbericht wurde von der FHNW veröffentlicht und ist unter www.alwayson-studie.ch verfügbar.

 

Auskünfte:

Sami Kanaan, Präsident der EKKJ, und Benjamin Bosshard, Leiter der EKKJ-Arbeitsgruppe «Digitalisierung»

Kontakt: Sekretariat EKKJ, ekkj-cfej(at)bsv.admin.ch, Tel. 058 462 92 26, www.ekkj.ch

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news-282 Thu, 06 Jun 2019 14:27:12 +0200 EKKJ-Stellungnahme zum Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele /publikationen/stellungnahmen/ Die EKKJ begrüsst die Erarbeitung dieses Gesetzes und unterstützt das Ziel, Minderjährige vor unangemessenen Medieninhalten in Filmen oder Videospielen zu schützen. Sie bedauert jedoch, dass man nicht versucht, die Aktivitäten ausländischer Leistungserbringer stärker zu regulieren. news-279 Thu, 28 Mar 2019 09:00:00 +0100 Leben und Arbeit 4.0: Diese Kompetenzen müssen wir haben! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/leben-und-arbeit-40-diese-kompetenzen-muessen-wir-haben/ Der neue Bericht «Aufwachsen im digitalen Zeitalter» der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) befasst sich mit den Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche benötigen, um in einer digitalen Welt aufzuwachsen, sich auszubilden, zu arbeiten und daran teilzuhaben. Eine erstmals veröffentlichte Analyse zu den Anforderungen in der Arbeitswelt zeigt, wie gefragt Kompetenzen wie die Fähigkeit zur Problemlösung und Kommunikation sowie Kreativität und Empathie sind. Die Schule spielt beim Erwerb dieser Fähigkeiten eine wichtige Rolle, kann aber nicht alles alleine bewältigen. Es gilt, das Potenzial der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit und der frühen Förderung zu nutzen und die Kinder und Jugendlichen in die Diskussion rund um die Digitalisierung einzubeziehen. Die Forderungen der EKKJ zeigen auf, wie man die Bedürfnisse und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen besser berücksichtigen kann.  

Was muss man lernen, um in der Arbeitswelt von morgen gute Chancen zu haben? Welchen Beruf soll man wählen? Welche Rolle nimmt die Schule ein und welches Potenzial bieten ausserschulische Aktivitäten? Wie geht man richtig mit dem «always on» um?

Zur Beantwortung dieser Fragen greift der Bericht «Aufwachsen im digitalen Zeitalter» auf die Analysen von Fachpersonen aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Frühförderung und ausscherschulische Aktivitäten zurück. Ausserdem zeigt der Bericht verschiedene Projekte auf, bei denen Kinder und Jugendliche zu Wort kommen und die Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam mit ihnen angegangen werden. Mit ihren Forderungen setzt sich die EKKJ für eine kinder- und jugendfreundliche Digitalisierung ein.

Für Sami Kanaan, EKKJ-Präsident, ist klar, dass Kindern und Jugendlichen die nötigen Instrumente und Kenntnisse mitgegeben werden müssen, um die Digitalisierung zu verstehen. Vor allem sollen sie «bei der Digitalisierung mitreden und die digitale Welt mitgestalten können. Dies beginnt z. B. bei der Diskussion, ob Smartphones an Schulen erlaubt sein sollen, geht über Regeln zur Mediennutzung zu Hause bis hin zur Strategie für eine digitale Schweiz.»

 

Sozial- und Selbstkompetenzen ebenso wichtig wie technische Kompetenzen

Im Auftrag der EKKJ hat Sarah Genner, Expertin für Medienpsychologie und Digitalisierung der Arbeitswelt, die im 21. Jahrhundert besonders gefragten Kompetenzen und Charakterstärken aus insgesamt 26 Modellen und Auflistungen analysiert und gewichtet. Ein Modell veranschaulicht die meistgenannten Kompetenzen, darunter Kommunikation, Kreativität, Selbststeuerung, Problemlösung, Empathie und analytisches Denken. Die Kompetenzen und Grundwerte wurden in einem systematisierten Übersichtsmodell zusammengetragen. Sarah Genner stellt fest: «Künftige Arbeitskräfte müssen das können, was Maschinen nicht können: Kreativität, Problemlösefähigkeit und Sozialkompetenzen».

Verschiedene Studien zum Anforderungsprofil auf dem Arbeitsmarkt bestätigen, wie wichtig nebst den technischen Kompetenzen sogenannte «soft skills» sind (Artikel Wehrli; Artikel Renold/Bolli). Gemäss Roger Wehrli, stellvertretender Leiter des Bereichs allgemeine Wirtschaftspolitik und Bildung bei economiesuisse, sollte «jedes Kind die Grundlagen des ‹Computational Thinkings› erlernen. Aber nicht jeder Schulabgänger muss ein Informatiker sein».

 

Schule spielt eine wichtige Rolle, kann aber nicht alles alleine bewältigen

Dass den Informations- und Kommunikationstechnologien im Lehrplan mittlerweile ein höherer Stellenwert zukommt, ist begrüssenswert. Doch steht die Schule vor der Herausforderung, die Digitalisierung in die Schulkultur zu integrieren und die digitalen Tools in allen Fächern zu verwenden (Artikel Merz). Das setzt eine entsprechende Schulung und Weiterbildung der Lehrkräfte sowie eine moderne Infrastruktur voraus, die auf die Gesundheit Rücksicht nimmt und den Datenschutz gewährleistet. Jugendliche des Gymnasiums Frauenfeld, das Bücher und Hefte durch Tablets ersetzt hat, erzählen von ihren Erfahrungen mit dem digitalen Unterricht.

 

Potenzial der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit besser nutzen

Die ausserschulische Kinder- und Jugendarbeit (offene Jugendarbeit, Vereine, usw.) zeichnen sich durch Freiwilligkeit und Partizipation aus und fördern die Entwicklung von Sozial-, Selbst- und Medienkompetenzen. Dieses Potenzial muss endlich anerkannt und genutzt werden. Dazu müssen die erforderliche Schulung und die nötigen Ressourcen bereitgestellt werden (Artikel Steiner/Heeg; Artikel Gendre). Zwei Praxisbeispiele verdeutlichen dieses Potenzial: Eine von einer Pfadigruppe entwickelte App vereinfacht die Organisation der Aktivitäten und den gesicherten Informationsaustausch. Gleichzeitig ermöglicht die App neue Spiele und Lernmethoden. Im Projekt SMALA des Kinder- und Jugenddiensts in La Chaux-de-Fonds haben sich Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren mit der Nutzung von Smartphones und den Auswirkungen auf die Qualität von sozialen Beziehungen auseinandergesetzt.

 

Ständig vernetzt – nicht nur für Jugendliche eine Herausforderung

Basierend auf ihrer klinischen Praxis liefert Sophia Achab, Expertin für Verhaltensabhängigkeiten, Überlegungen zu den psychischen Herausforderungen des «always on», das den Bezug zu sich selbst, zu anderen und zum Raum beeinflusst. Die ständige Vernetzung kann für die psychische Konstruktion von Nutzen sein, aber auch ein Risiko für das psychische Gleichgewicht darstellen. Der EKKJ zufolge sollten Studien zum Thema «always on» durchgeführt werden, da es keine simplen Regeln für einen gesunden Umgang mit der ständigen Vernetzung gibt.

 

Auskünfte:

Weitere Auskünfte erteilen Sami Kanaan, Präsident der EKKJ und Alexandra Molinaro, Leiterin der Arbeitsgruppe Digitalisierung.

Kontakt: Sekretariat EKKJ, ekkj-cfej(at)bsv.admin.ch, Tel. 058 462 92 26, www.ekkj.ch

 


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news-275 Wed, 28 Nov 2018 10:00:00 +0100 Die Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten, ist immer noch notwendig! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=275&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=62e60889f16bd52c755c29f6482f28eb Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt die EKKJ die Akteure der Kinder- und Jugendpolitik am Donnerstag, 29. November 2018, ab 14 Uhr zu einem Treffen im Kulturzentrum PROGR in Bern ein. Der Jubiläumsanlass findet in Anwesenheit von Bundespräsident Alain Berset statt. Themenschwerpunkte sind u.a. die Herausforderungen der kantonalen Kinder- und Jugendpolitik sowie die Fortschritte und Defizite bei der Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz. Eine Ausstellung illustriert die wichtigsten Meilensteine des Engagements der EKKJ.  

Kinder- und Jugendpolitik: Es gibt noch viel zu tun!

1997 hat die Schweiz die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes (UN-KRK) ratifiziert, 1999 trat die neue Bundesverfassung (insbesondere die Artikel 11, 41 und 67) in Kraft und 2008 wurde der Bericht des Bundesrates «Strategie für eine schweizerische Kinder- und Jugendpolitik» veröffentlicht. Diese Errungenschaften haben dazu beigetragen, dass sich die Kinder- und Jugendpolitik in kleinen, aber regelmässigen Schritten entwickelt, sowohl auf Bundes- als auch auf Kantonsebene.

Der Kommissionspräsident Sami Kanaan wird im Rahmen der Veranstaltung das Engagement der EKKJ für die Entwicklung einer Politik für und mit Kindern und Jugendlichen würdigen und dabei auf die Anerkennung des Nutzens dieser Politik und die Bedeutung ausreichender Ressourcen hinweisen. Er wird auch daran erinnern, dass die Umsetzung der KRK in der Schweiz noch verbessert werden muss, insbesondere für benachteiligte Gruppen.  

Die Co-Präsidentin der Konferenz für Kinder- und Jugendpolitik, Andrea Weik, wird aufzeigen, dass es trotz der Entwicklung von kantonalen Kinder- und Jugendpolitiken und einer besseren Koordination noch grosse Unterschiede zwischen den Kantonen gibt, was für die Chancengleichheit problematisch ist. Und nichts ist wirklich garantiert. Angesichts wachsender Anforderungen müssen die kantonalen Akteure sicherstellen, dass auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Leistungen nicht Sparmassnahmen zum Opfer fallen.

Für das Netzwerk Kinderrechte Schweiz wird Lea Meister die Fortschritte, aber auch die Defizite bei der Umsetzung der KRK in der Schweiz beleuchten. So müssen Kinder beispielsweise ihre Rechte besser kennen und sich Gehör verschaffen können. Wie dies mit anderen internationalen Übereinkommen der Fall ist, werden zurzeit auch die Kinderrechte in Frage gestellt.

EKKJ: von den Jugendunruhen der 1980er-Jahre bis zur Generation 4.0

Die EKKJ wurde 1978 vom Bundesrat als Eidgenössische Kommission für Jugendfragen (EKJ) eingesetzt. 2003 wurde ihr Auftrag auf Kinder ausgeweitet. Die Kommission setzt sich nun seit 40 Jahren für die Interessen und das Wohl von Kindern und Jugendlichen ein.

Schon ganz zu Beginn forderte die EKJ angesichts der Jugendunruhen von 1980 einen echten Dialog mit jungen Menschen anstelle von polizeilicher Repression. In Berichten und Stellungnahmen setzte sich die EKKJ weiterhin für die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ein, sei es, um die politische Beteiligung junger Menschen zu fördern oder das Recht des Kindes auf Anhörung in Gerichts- und Verwaltungsverfahren durchzusetzen. Die EKKJ verfolgt einen globalen, interdisziplinären Ansatz und bezieht auch Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes sowie der Kompetenzförderung mit ein, insbesondere in ihren thematischen Fachberichten.

Titel wie «Prügeljugend – Opfer oder Täter?» (1998), «Jung und arm: das Tabu brechen!» (2007), «Jugendsexualität im Wandel der Zeit» (2009), «Selbstbestimmt oder manipuliert? Kinder und Jugendliche als kompetente Konsumenten» (2014) veranschaulichen das breite Spektrum der in EKKJ-Publikationen behandelten Themen. Die Berichte liefern fundierte Analysen und Handlungsansätze zu aktuellen Themen, wobei der Schwerpunkt auf der Perspektive von Kindern und Jugendlichen liegt. Im neusten Bericht «Aufwachsen im digitalen Zeitalter», der anfangs 2019 erscheinen wird, befasst sich die EKKJ mit den Kompetenzen, die es in einer digitalen Welt zum Arbeiten, Leben und Handeln braucht.

Ausstellung 78 ---- 18

Die von der jungen Berner Grafikerin Florine Baeriswyl konzipierte Ausstellung 78 ---18 illustriert das 40-jährige Wirken der EKKJ und zieht Parallelen zwischen den Arbeiten und Produkten der Kommission und den wichtigsten Etappen in der Entwicklung der schweizerischen Kinder- und Jugendpolitik sowie einer Auswahl prägender gesellschaftlicher Ereignisse. Die Ausstellung kann während der Veranstaltung am 29. November 2018 besichtigt oder ab Mitte Dezember unter www.ekkj.ch eingesehen werden.

Das Veranstaltungsprogramm «Die EKKJ wird 40!» finden Sie unter Dokumente. Medienschaffende sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Der EKKJ-Präsident Sami Kanaan und andere Referenten stehen für Medienanfragen zur Verfügung.

Rückfragen:

Sekretariat EKKJ, ekkj-cfej@bsv.admin.ch, Tel. 058 462 92 26, www.ekkj.ch

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news-273 Thu, 22 Nov 2018 16:42:09 +0100 EKKJ-Stellungnahme zur Änderung des Zivildienstgesetzes (ZDG) /publikationen/stellungnahmen/ Die EKKJ bedauert die Stossrichtung der vorgeschlagenen Änderung des Zivildienstgesetzes (ZDG).  

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news-271 Fri, 23 Feb 2018 15:17:14 +0100 EKKJ-Stellungnahme zum Bundesgesetz über Tabakprodukte und elektronische Zigaretten /publikationen/stellungnahmen/ Ohne ein generelles Werbeverbot für Tabakprodukte kann der Jugendschutz nicht gewährleistet werden.  

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news-268 Thu, 25 Jan 2018 07:17:00 +0100 Kinder und Jugendliche 4.0 : Digitalisierung betrifft auch Kinder und Jugendliche! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/kinder-und-jugendliche-40-digitalisierung-betrifft-auch-kinder-und-jugendliche/ Kreativität, Neugier oder technische Denkweise sind wichtige Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche 4.0 für die Digitalisierung brauchen. Die Digitalisierung wird jedoch wenig aus der Perspektive der Jungen diskutiert, meist steht der Blickwinkel von Technik und Wirtschaft im Vordergrund. Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) publiziert zum Auftakt ihres 40-jährigen Jubiläums vier Thesen, um die politische und gesellschaftliche Debatte zum Einfluss der Digitalisierung auf Kinder und Jugendliche anzustossen. Die Digitalisierung führt zu einem umfassenden Strukturwandel, der immer mehr Lebensbereiche erfasst und verändertes Wissen und andere Kompetenzen voraussetzt. Gleichzeitig beschleunigt und verstärkt sie die sozialen Entwicklungen. Für die EKKJ ist deshalb wesentlich, dass die Jungen von heute kompetent mit der fortschreitenden Digitalisierung umgehen können, in der digitalen Welt verantwortungsvoll agieren und diese aktiv mitgestalten können. Dazu sind befähigende Rahmenbedingungen unerlässlich, bei welchen nicht nur wirtschaftliche und technologische Aspekte im Vordergrund stehen, sondern die ressourcenorientierte, individuelle Entwicklung der Heranwachsenden.

Dazu braucht es neben technischen Kompetenzen insbesondere Kreativität, kritisches Denken, Offenheit und Neugier. Aus Sicht der EKKJ ist es wichtig, in der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen den Fokus nicht allein auf technische Fähigkeiten zu legen („Alle Kinder müssen Programmieren lernen“), sondern diejenigen Kompetenzen zu fördern, die den Menschen von Maschinen abheben. Ausser- und vorschulischen Settings kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Insbesondere zur Begünstigung von Kreativität braucht es eine gesellschaftliche Anerkennung für die Bedeutung von freier, unverplanter Zeit und einen bewussten Umgang mit «Always On».

Digitale Chancengerechtigkeit ist dabei eine zentrale Grundvoraussetzung. Der Präsident der EKKJ, Sami Kanaan, betont: „Es gibt einen Geschlechtergraben im Technologiebereich. Jungen und Mädchen müssen ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien benötigen aufgrund der immer höheren Ansprüche an Qualifikationen besondere Aufmerksamkeit.“

Eine Diskussion zu führen, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich auf ihre Zukunft in der digitalen Welt vorbereitet sind, ist in den Augen der EKKJ wesentlich. Dazu sind nicht nur Bildungsinstitutionen und Erziehungsberechtigte, sondern auch Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit der jungen Generation vorausschauende, kreative Lösungen zu entwickeln.

 

40 Jahre EKKJ - 4 Thesen zu Kinder und Jugendlichen 4.0

Vor 40 Jahren setzte der Bundesrat die EKKJ ursprünglich als Eidg. Kommission für Jugendfragen EKJ ein, deren Mandat im 2003 auf Kinder erweitert wurde. Als Auftakt zum Jubiläumsjahr 2018 veröffentlicht die EKKJ vier Thesen zur Digitalisierung. Diese basieren auf Erkenntnissen des Co-Creation Day und einem von der EKKJ beauftragten Bericht von Dr. Sarah Genner "Digitale Transformation. Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in der Schweiz - Ausbildung, Bildung, Arbeit, Freizeit (ZHAW, 2017)". Die EKKJ ist zurzeit an der Erarbeitung eines Fachberichtes.

 

Der Präsident der EKKJ, Sami Kanaan, sowie zwei Mitglieder der Arbeitsgruppe Digitalisierung, Alexandra Molinaro und Benjamin Bosshard, stehen für Auskünfte gerne zur Verfügung.

Kontakt: Sekretariat EKKJ, ekkj-cfej(at)bsv.admin.ch, Tel. 058 462 79 80.
www.ekkj.ch

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news-264 Thu, 21 Sep 2017 15:13:28 +0200 EKKJ-Stellungnahme zum Bundesgesetzes über die Unterstützung der nationalen Menschenrechtsinstitution (MRIG) /publikationen/stellungnahmen/ Die Kinderrechte müssen zum Mandat einer unabhängigen NMRI gehören.  

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news-262 Thu, 29 Jun 2017 11:58:21 +0200 EKKJ-Stellungnahme zur Teilrevision Sportförderungsverordnungen /publikationen/stellungnahmen/ Die EKKJ äussert sich differenziert zur vorgeschlagenen Teilrevision der Verordnungen zum SpoFöG.  

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news-259 Fri, 26 May 2017 11:38:00 +0200 Nachruf der EKKJ auf Olivier Guéniat /die-ekkj/carte-blanche/#c4825 Olivier Guéniat, ehemaliges Mitglied der EKKJ, ist am 15. Mai 2017 gestorben. Die EKKJ widmet ihm einen Nachruf.  

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news-256 Mon, 20 Feb 2017 09:16:40 +0100 EKKJ-Stellungnahme Nationales Jugendparlament /publikationen/stellungnahmen/ Die EKKJ begrüsst die Idee eines nationalen Jugendparlaments.  

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news-254 Wed, 07 Dec 2016 06:00:00 +0100 EKKJ-Stellungnahme zur Flexibilisierung der Berufsmaturität /publikationen/stellungnahmen/ Die EKKJ spricht sich für eine Stärkung und Flexibilisierung der lehrbegleitenden Berufsmaturität (BM1) aus.  

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news-250 Thu, 24 Nov 2016 10:00:00 +0100 Frischer Wind in der EKKJ: neue Köpfe, neue Webseite und neue Prioritäten /medieninformation/medienmitteilungen/detail/frischer-wind-in-der-ekkj-neue-koepfe-neue-webseite-und-neue-prioritaeten/ Unter dem Vorsitz des neuen Präsidenten, Sami Kanaan, und in einer neuen, verjüngten Zusammensetzung nimmt die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) das aktuelle Thema der digitalen Transformation und deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in Angriff. Im Zentrum steht die Frage, wie die künftigen Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen aussehen werden und welche Kompetenzen gefragt sind. Neben diesem thematischen Schwerpunkt engagiert sich die EKKJ auch weiterhin für die Belange von Kindern und Jugendlichen und nimmt Stellung zu Gesetzesrevisionen, die diese betreffen. Die neue Webseite der EKKJ erleichtert den Zugang zu Berichten und Empfehlungen der Kommission. Zudem sind die neuen Kommissionsmitglieder hier zu finden. Sami Kanaan an der Spitze einer erneuerten und verjüngten Kommission

Im Rahmen der Erneuerungswahlen hat der Bundesrat Sami Kanaan zum neuen Präsidenten der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen ernannt. Sami Kanaan ist seit vielen Jahren politisch und gesellschaftlich aktiv. Seit 2011 ist er Mitglied der Genfer Stadtregierung und Vorsteher des Kultur- und Sportdepartements. Anfang 2016 übernahm er die Kommission in einer neuen und verjüngten Zusammensetzung.

Das Vizepräsidium der EKKJ ist zusammengesetzt aus Emilie Graff, Co-Generalsekretärin von AvenirSocial, und Flavia Frei, Leiterin des Geschäftsfelds Politik der Stiftung Kinderschutz Schweiz und Präsidentin Netzwerk Kinderrechte Schweiz.

Als ausserparlamentarische Kommission vertritt die EKKJ die Anliegen und die Sicht von Kindern und Jugendlichen. Die EKKJ nimmt insbesondere Stellung zu kinder- und jugendrelevanten Erlassen auf Bundesebene oder Programmen. Sie behandelt Schwerpunktthemen auch proaktiv, indem sie interdisziplinäres Fachwissen einbringt und politische Empfehlungen formuliert.

Neue Webseite erleichtert Zugang zum Fachwissen der EKKJ

Die Webseite der EKKJ (www.ekkj.ch) wurde 2016 inhaltlich und grafisch vollständig überarbeitet.
Sie enthält Informationen zu den neuen Kommissionsmitgliedern sowie Berichte mit Expertenbeiträgen und politischen Forderungen zu Themen wie Konsum, rechtliches Gehör oder Sexualität. Im Fokus stehen dabei immer die Kinder und Jugendlichen, und ihre Sichtweise auf ein Thema wird berücksichtigt.

Über die Webseite kann auch der an Parlamentarierinnen und Parlamentarier gerichtete Sessionsnewsletter «3 Minuten für die Jungen» abonniert werden. Zudem wird das Teilen neuer Inhalte in den sozialen Medien vereinfacht. Eine thematische Suche ermöglicht den zielgerichteten Zugang zu den Stellungnahmen der EKKJ. In der Rubrik «Carte blanche» schreiben Kommissionsmitglieder über ein aktuelles Thema aus ihrem beruflichen Alltag. In der ersten «Carte blanche» wird der Ausbau der soziokulturellen Animation aus zwei Perspektiven – aus Sicht der Deutschschweiz und der Romandie - betrachtet.

Auswirkungen der digitalen Transformation auf Kinder und Jugendliche

Alle sprechen von der vierten industriellen Revolution oder von der digitalen Transformation. Katastrophenszenarien gehen von massiven Stellenverlusten und einem gravierenden Mangel an technischen Kompetenzen und IKT-Kenntnissen aus. Auch von einer vermehrten Prekarisierung der Arbeitsbedingungen ist die Rede. Andere wiederum sehen dank den neuen Technologien eine blühende Zukunft voraus, die Mobilitätsprobleme lösen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stark vereinfachen.

Wie wirkt sich die digitale Transformation auf Kinder und Jugendliche aus? Welche Fähigkeiten müssen sie für die Arbeitswelt von morgen mitbringen? Wie und wo erlangen sie diese Fähigkeiten? Ist die schematische Einteilung in Berufe immer noch zeitgemäss? Auf welche arbeitsorganisatorischen Veränderungen müssen sie sich gefasst machen? Welche Ängste und Wünsche haben Jugendliche in Bezug auf ihre Zukunft? Wie wirken sich die Veränderungen auf Stress und Freizeit der Kinder und Jugendlichen aus? Die EKKJ will sich in den kommenden Jahren diesem komplexen Thema widmen, das sicherlich sowohl in der Politik als auch in der öffentlichen Debatte einen wichtigen Platz einnehmen wird. Schon heute gilt es, sich mit den Herausforderungen von morgen zu befassen.

Neben diesem Schwerpunkt befasst sich die EKKJ weiterhin mit wichtigen und häufig wiederkehrenden Themen wie dem Kinderschutz, der Entwicklung der Familienmodelle, der Einbindung der Jugendlichen in Entscheidungsprozesse, die sie betreffen, der Aufnahme und Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund oder der prekären Lebensverhältnisse eines Teils der Jugendlichen.

Auskünfte:

Sekretariat EKKJ, ekkj-cfej@bsv.admin.ch, Tel. 058 462 92 26, www.ekkj.ch

Sami Kanaan, Präsident der EKKJ, Tel. 079 204 30 12

Webseite: www.ekkj.ch

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news-1 Tue, 10 Nov 2015 00:00:00 +0100 Eine Schweiz für die Jungen /medieninformation/medienmitteilungen/detail/eine-schweiz-fuer-die-jungen/ Die Stärke der Gemeinschaft misst sich am Wohl der Kinder und Jugendlichen... Inspiriert von der Präambel der Bundesverfassung hat die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) die Akteure der Kinder- und Jugendpolitik am 10. November 2015 zu einer nationalen Tagung eingeladen. Die Ergebnisse der Befragung «Ich und meine Schweiz» waren Ausgangspunkt für die Gruppengespräche und für die Podiumsdiskussion. Die EKKJ hat mit einer Stellungnahme und der Vision 2035 für eine junge Schweiz ihre Überlegungen und Anregungen eingebracht. Bundesrat Alain Berset, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, sprach sich in seiner Rede für eine starke Jugendpolitik aus.

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news-4 Mon, 22 Jun 2015 00:00:00 +0200 Ich und meine Schweiz: Die Meinung 17-jähriger Jugendlicher erstmals im Fokus einer Befragung /medieninformation/medienmitteilungen/detail/ich-und-meine-schweiz-die-meinung-17-jaehriger-jugendlicher-erstmals-im-fokus-einer-befragung/ news-6 Mon, 03 Nov 2014 00:00:00 +0100 Selbstbestimmt oder manipuliert? Kinder und Jugendliche als kompetente Konsumenten /medieninformation/medienmitteilungen/detail/selbstbestimmt-oder-manipuliert-kinder-und-jugendliche-als-kompetente-konsumenten/ news-7 Mon, 09 Dec 2013 00:00:00 +0100 Achtung, fertig, Schulden! Was schützt Jugendliche vor Verschuldung? /medieninformation/medienmitteilungen/detail/achtung-fertig-schulden-was-schuetzt-jugendliche-vor-verschuldung/ news-8 Thu, 12 Sep 2013 00:00:00 +0200 Mit Kindern über Geld reden ist Gold wert /medieninformation/medienmitteilungen/detail/mit-kindern-ueber-geld-reden-ist-gold-wert/ news-9 Wed, 04 Sep 2013 00:00:00 +0200 Die Dienstpflicht überdenken /medieninformation/medienmitteilungen/detail/die-dienstpflicht-ueberdenken/ news-10 Fri, 18 Nov 2011 00:00:00 +0100 Gemeinsame elterliche Sorge wird zur Regel - Kindesanhörung sollte es bereits sein! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/gemeinsame-elterliche-sorge-wird-zur-regel-kindesanhoerung-sollte-es-bereits-sein/ news-28 Thu, 17 Nov 2011 00:00:00 +0100 Kindern zuhören /medieninformation/medienmitteilungen/detail/kindern-zuhoeren/ news-29 Mon, 03 Oct 2011 00:00:00 +0200 Freie Wahl zwischen Zivil- und Militärdienst! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/freie-wahl-zwischen-zivil-und-militaerdienst/ news-11 Tue, 14 Dec 2010 00:00:00 +0100 Unentgeltlich heisst nicht unbedenklich /medieninformation/medienmitteilungen/detail/unentgeltlich-heisst-nicht-unbedenklich/ news-12 Mon, 18 Oct 2010 00:00:00 +0200 Mit Kindern reden ist Silber - Ihnen zuhören Gold /medieninformation/medienmitteilungen/detail/mit-kindern-reden-ist-silber-ihnen-zuhoeren-gold/ news-13 Fri, 28 May 2010 00:00:00 +0200 Im Kampf gegen Pädophilie auch "Streaming" bestrafen! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/im-kampf-gegen-paedophilie-auch-streaming-bestrafen/ news-14 Fri, 16 Oct 2009 00:00:00 +0200 Sexualerziehung geht alle etwas an /medieninformation/medienmitteilungen/detail/sexualerziehung-geht-alle-etwas-an/ news-18 Tue, 15 Sep 2009 00:00:00 +0200 Jugendarbeitslosigkeit: weiterbilden statt auf bessere Zeiten hoffen! /medieninformation/medienmitteilungen/detail/jugendarbeitslosigkeit-weiterbilden-statt-auf-bessere-zeiten-hoffen-1/ news-17 Wed, 09 Sep 2009 00:00:00 +0200 Jugendarbeitslosigkeit: zusätzliche Massnahmen sind gefragt /medieninformation/medienmitteilungen/detail/jugendarbeitslosigkeit-zusaetzliche-massnahmen-sind-gefragt/